Königshaus und das Königliche Lyngby

Das dänische Königshaus hat seit vielen Generationen Verbindung mit dem Königlichen Lyngby. Es ist ein weitverbreitetes Missverständnis, dass der Name Königliches Lyngby von der Anwesenheit der königlichen Familie auf dem Sorgenfri Slot (Schloss Sorgenfrei) stammen soll. Wie schon in einem anderen Abschnitt erwähnt, stammt der Name Königliches Lyngby aus dem Mittelalter, erstmal erwähnt im Jahre 1461.

Die Anwesenheit der Königsfamilie im Königlichen Lyngby beginnt erst im Jahre 1668, wo König Frederik 3. sein Gut Frederiksdal erbauen liess. Das erste Sorgenfri Slot (Schloss Sorgenfrei) wurde 1706 von einem Privatmann erbaut und wurde erst königliches Eigentum im Jahre 1730 unter König Christian 6. Im Jahre 1735 baute der König Erimitageslottet (Schloss Erimitage).

Zu diesem Zeitpunkt gehörten alle 3 Gebäude im Königlichen Lyngby dem Königshaus. Schon 1739 schenkte der König das Gut Frederiksdal dem 1. Graf Schulin. Auch waren Sorgenfri Slot und Erimitageslottet in den vergangenen Jahrhunderten für kurze Zeit im Privatbesitz, doch heute sind das Sorgenfri Slot und Erimitageslottet königliches Eigentum.

Sorgenfri slotSorgenfri Slot

Das Fundament des Schlosses stammt aus dem Jahre 1706, und das jetzige Aussehen verdankt es dem Architekt Lauritz de Thurah, der in den Jahren um 1750 für umfassende Umbauten verantwortlich war.

Heute ist das Sorgenfri Slot unter Restaurierung. Der spätere König Frederik 5. wohnte hier als Kronprinz in den Jahren 1744 - 1746.

Im Jahre 1898 zogen Prinz Christian und Prinzessin Alexandrine in das Sorgenfri Slot ein und hatten hier ihren festen Wohnsitz bis 1912.

König Christian 10. be-nutzte Sorgenfri Slot im Sommer bis zu seinem Tode im Jahre 1947. Seit dem Ableben des Königs und bis 1995 wohnte sein Sohn Erbprinz Knud und seine Gattin Erbprinzessin Caroline-Mathilde im Sorgenfri Slot.

EremitageslottetEremitageslottet

Eremitageslottet ist der Mittelpunkt des Dyrehaven und wurde im Jahre 1735 erbaut.

Zuvor mussten sich die königlichen Jagdgesellschaften mit einem kleinen Schloss im Dyrehaven begnügen. Im Schloss waren Umkleidungsräume og Esszimmer für den königlichen Hof und für die königlichen Gäste, die bei einer Jagd eingeladen waren, eingerichtet. Hier konnte der Hof "en Herimitage" einnehmen und unter sich sein, denn die Dienerschaft, abgesehen von den Köchen, waren nicht anwesend.

Das Essen wurde in der Küche im Keller auf einer Platte angerichtet und in das Esszimmer heraufgezogen und diente so als Speisetisch. Heute wird das Schloss vom Königshaus nur noch bei der Jagt im Dyrehaven benutzt. Dyrehaven (Wildpark) wurde schon 1670 angelegt und sein officieller Name ist Jægersborg Dyrehave, weil er vom Jægerborg Slot (Jægersborg Schloss) verwaltet wurde.

Frederiksdal slotFrederiksdal Slot

Das eigentliche Schloss wurde von Nicolai Eigtved in den Jahren 1744 -1745 aufgeführt, und J. G. Rosenberg baute das Schloss 1752 - 1753 zu seinem jetziges Aussehen um.

Seit 1668 gehörte das Gut Frederiksdal dem Könighaus und im Jahre 1739 schenkte König Christian 6. das Gut seinem Aussenminister Johan Sigismund Schulin, der das Schloss aufführen liess. Das Schloss ist noch immer im Familienbesitz.

Landhäuser

Die Schlösser waren die vornehmsten Gebäude, die vom Adel als Aufenthaltsorte, Ausflugs- und Ferienwohnungen benutzt wurden.

MarienborgDie weniger vornehmen Gebäude nannte man Landhäuser oder Landsitze. In der Lyngby-Taarbæk Gemeide sind Marienborg und Sophienholm die grössten und bekanntesten Landhäuser, und z.B. Støvlet-Katrines Hus gehörte zu den kleinsten.

Marienborg

Der Landsitz Marienborg wurde vom dänischen Seeheld Olfert Fischer's Vater gebaut. Vater und Sohn trugen den gleichen Namen. Um 1800 wurde Marienborg zu seinem jetzigen Aussehen umgebaut.

Der letzte private Eigentümer war der Anwalt am oberen Gericht C. N. David, der 1963 Marienborg dem dänischen Staat schenkte ,und seit der Zeit wird Marienborg als Sommersitz des dänischen Ministerpräsidenten benutzt.

Sophienholm

SofienholmMit seiner prachtvollen Lage direkt am Bagsværd See ist Sophienholm zweifellos ein be-liebtes Ausflugsziel, das auch ganzjährig geöffnet hat. Dieses Gebiet gehörte einmal zum Schloss Frederiksdal, wurde jedoch im 18. Jahrhundert in 2 Landsitze ausgeteilt, und Sophienholm bekam den grössten Landbesitz zugesprochen.

Das heutige Sophienholm wurde im klassizistischen Baustil im Anfang des 19. Jahrhunderts von Constantin Brun geschaffen.

Der wunderschöne Park wurde zum gleichen Zeitpunkt angelegt, und es ist heute noch deutlich zu sehen, dass sowohl der englische, aber auch der französische, romantische Gartenstil Einfluss auf die Gestaltung des Sophienholm Parks hatte. Besuchen Sie auch das gemütliche Café.


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